LH (luteinisierendes Hormon)

Der LH-Test misst das Hypophysenhormon, das den Eisprung und die Testosteronproduktion steuert; er wird zur Abklärung von Unfruchtbarkeit, PCOS und Zyklusstörungen angeordnet.

Probe
Blut
Nüchtern
Nicht erforderlich
Dauer bis zum Ergebnis
In der Regel 1–2 Werktage
Testgruppe
Hormone

Vorbereitung: Sie müssen nicht nüchtern sein. Bei Frauen erfolgt die Abnahme meist am 2.–3. Zyklustag zusammen mit FSH; bei Männern wird der Morgen bevorzugt. Bitte geben Sie Biotin an.

Versicherung: Wir arbeiten mit privaten Krankenversicherungen zusammen. Für diesen Test holen wir die Kostenzusage ein; nach der Zusage entnehmen wir Ihre Probe und erheben keine Zuzahlung. Versicherung und Zahlung

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Inhalt
  1. Was ist LH?
  2. Wann wird der LH-Test angeordnet?
  3. Wie bereitet man sich auf den LH-Test vor?
  4. Was bedeutet das LH-Ergebnis?

Was ist LH?

Das luteinisierende Hormon (LH) ist neben FSH eines der beiden zentralen Hormone, die von der Hypophyse ausgeschüttet werden und das Fortpflanzungssystem steuern. Bei Frauen löst es durch einen plötzlichen, starken Anstieg in der Zyklusmitte das Aufplatzen des herangereiften Follikels, also den Eisprung, aus. Nach dem Eisprung unterstützt es zudem die Progesteronbildung im Gelbkörper (Corpus luteum), der aus dem Follikel entsteht. Deshalb ist es bei Frauen für die Fruchtbarkeit und einen gesunden Menstruationszyklus unverzichtbar.

Bei Männern regt LH die Leydig-Zellen in den Hoden an und sorgt so für die Testosteronproduktion. Da das Hormon über den Tag in kurzen Abständen schubweise ins Blut abgegeben wird, können die Werte bei einer Einzelmessung etwas schwanken. Der Test wird im Serum mit immunologischen Verfahren durchgeführt, das Ergebnis wird in mIU/mL angegeben; bei Frauen erfolgt die Beurteilung stets in Abhängigkeit vom Zyklustag.

Wann wird der LH-Test angeordnet?

LH wird in der Regel zusammen mit FSH, Estradiol, Prolaktin und Testosteron bestimmt, um das Gleichgewicht der Fortpflanzungshormone zu beurteilen. Die gemeinsame Messung dieser Hormone hilft zu unterscheiden, ob die Ursache eines Problems in den Eierstöcken bzw. Hoden oder in Hypophyse und Hypothalamus liegt. Im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung kann der Test auch zur Bestimmung des Eisprungzeitpunkts eingesetzt werden. Mit Beginn der Pubertät steigt die LH-Ausschüttung deutlich an; daher gibt der Wert bei Kindern auch bei Fragen zum Zeitpunkt der Pubertät Orientierung.

  • Unregelmäßige oder seltene Regelblutungen, Ausbleiben der Regelblutung
  • Verdacht auf polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS)
  • Schwierigkeiten, schwanger zu werden, und Beurteilung des Eisprungs
  • Bei Männern niedriges Testosteron, verminderte Libido oder Unfruchtbarkeit
  • Anzeichen der Wechseljahre oder einer vorzeitigen Ovarialinsuffizienz
  • Verfrühte oder verzögerte Pubertät bei Kindern

Wie bereitet man sich auf den LH-Test vor?

Für LH müssen Sie nicht nüchtern sein. Bei menstruierenden Frauen wird das Blut zur Basisdiagnostik meist am 2. oder 3. Zyklustag abgenommen, aus derselben Probe wie FSH. Soll mit der Messung der Zeitpunkt des Eisprungs bestimmt werden, kann Ihr Arzt Blutabnahmen an einem oder mehreren Tagen in der Zyklusmitte anordnen. Bei Männern muss kein bestimmter Tag abgewartet werden; da das gleichzeitig gemessene Testosteron morgens jedoch höher ist, wird eine Blutabnahme in den Morgenstunden bevorzugt.

Antibabypillen, Hormontherapien, Testosteron und anabole Steroide können den LH-Spiegel unterdrücken; wenn Sie diese Mittel einnehmen, geben Sie dies unbedingt an. Da hochdosierte biotinhaltige Nahrungsergänzungsmittel das Ergebnis verfälschen können, sollten Sie dies vor dem Test mit Ihrem Arzt besprechen. Die Probe wird aus einer Armvene entnommen; um am gewünschten Zyklustag Blut abnehmen zu lassen, können Sie eine Pflegefachkraft von Curavita zu sich nach Hause oder an Ihren Arbeitsplatz bestellen.

Was bedeutet das LH-Ergebnis?

Ein erhöhtes LH kann in den Wechseljahren, bei vorzeitiger Ovarialinsuffizienz und bei Männern dann auftreten, wenn die Hoden nicht genügend Testosteron bilden; in diesen Fällen schüttet der Körper mehr LH aus, um das unzureichend arbeitende Organ anzuregen. Beim polyzystischen Ovarialsyndrom können der LH-Spiegel oder das Verhältnis von LH zu FSH erhöht sein, dies allein reicht für eine Diagnose jedoch nicht aus. Eine deutliche Erhöhung in der Zyklusmitte ist dagegen der natürliche LH-Anstieg vor dem Eisprung.

Ein niedriges LH kann auf Störungen des Hypothalamus oder der Hypophyse, ein erhöhtes Prolaktin, starken Gewichtsverlust, intensives Training oder die Einnahme hormoneller Medikamente zurückzuführen sein. Finden sich bei Männern zusammen mit einem niedrigen Testosteron ein niedriges oder normales LH, spricht dies dafür, dass die Ursache in der Hypophyse liegen könnte. Die Referenzwerte unterscheiden sich je nach Geschlecht, Alter, Zyklusphase und Labor; auf dieser Seite ist der eigene Referenzbereich des Labors angegeben, das den Test durchführt. Was Ihr LH-Ergebnis bedeutet, bestimmt Ihr Arzt, der Ihre übrigen Hormonwerte und Ihre Beschwerden gemeinsam beurteilt.

Referenzbereich

Einheit: mIU/mL
  • Männer: 1,7 - 8,6
  • Frauen: je nach Zyklusphase

Dies ist der von unserem Labor verwendete Wert; er kann je nach Alter, Geschlecht, verwendeter Methode und Labor abweichen. Beurteilen Sie Ihr Ergebnis gemeinsam mit Ihrem Arzt.

Wie wird LH (luteinisierendes Hormon) zu Hause durchgeführt?

  1. 01

    Termin vereinbaren

    Füllen Sie das Online-Formular aus oder rufen Sie uns an; wir planen gemeinsam einen passenden Tag und eine passende Uhrzeit.

  2. 02

    Die Blutabnahme erfolgt bei Ihnen zu Hause

    Unsere Pflegefachkraft kommt zu Ihnen und entnimmt Ihre Blutprobe mit sterilem Einwegmaterial.

  3. 03

    Sie erhalten Ihr Ergebnis

    Ihre Probe wird unter geeigneten Bedingungen ins Labor gebracht; sobald Ihr Ergebnis vorliegt, wird es Ihnen übermittelt.

Häufig gestellte Fragen

In den ersten Zyklustagen liegen die LH- und FSH-Spiegel meist nahe beieinander. Bei manchen Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom kann LH im Vergleich zu FSH deutlich erhöht sein, sodass das Verhältnis ansteigt. Dieses Verhältnis gehört jedoch nicht zu den Diagnosekriterien; bei einem erheblichen Teil der Frauen mit PCOS ist es normal. Deshalb interpretiert Ihr Arzt das Verhältnis zusammen mit der Regelmäßigkeit des Zyklus, den Androgenspiegeln und den Ultraschallbefunden.
Beide messen das Hormon LH, verfolgen aber unterschiedliche Ziele. Die in Apotheken erhältlichen Ovulationstests erfassen den LH-Anstieg im Urin und zeigen so an, dass der Eisprung bevorsteht; das Ergebnis wird nur als positiv oder negativ abgelesen. Der Bluttest misst das Hormon dagegen als Zahlenwert und wird zur Beurteilung der Funktion von Hypophyse und Eierstöcken bzw. Hoden eingesetzt. Für die medizinische Beurteilung ist der von Ihrem Arzt angeforderte Bluttest maßgeblich.
Ja. Die Pflegefachkraft kommt an dem von Ihrem Arzt angegebenen Zyklustag zu Ihnen nach Hause oder an Ihren Arbeitsplatz und entnimmt Blut aus einer Armvene. Wurden auch andere Hormone wie FSH, Estradiol und Prolaktin angefordert, können diese in der Regel aus derselben Blutprobe bestimmt werden. Da Sie nicht nüchtern sein müssen, können Sie eine für Sie passende Uhrzeit wählen; bei Männern werden dagegen die Morgenstunden bevorzugt. Die Pflegefachkraft übergibt die entnommene Probe unter geeigneten Transportbedingungen an das Labor.

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Wenden Sie sich für Entscheidungen über Ihre Gesundheit an Ihren Arzt.

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